Star Wars - Legacy: Tatooine |
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Cade Skywalker und die Geister der Vergangenheit
Kategorie:
Literatur & Comics -
Autor: Christian Siegel - Datum:
Samstag, 25 Juli 2020
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Titel: |
"Star Wars - Legacy: Tatooine" |
Originaltitel: |
"Star Wars - Legacy: Tatooine" |
Bewertung: |
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Autor: |
John Ostrander |
Übersetzung: |
nicht bekannt |
Zeichnungen: |
Jan Duursema, Kajo Baldisimo |
Tusche: |
Dan Parsons |
Farben: |
Brad Anderson, Jesus Aburtov |
Lettering: |
Michael Heisler |
Cover: |
Jan Duursema |
Umfang: |
104 Seiten |
Verlag: |
Panini (D), Dark Horse (E) |
Veröffentlicht: |
04. Dezember 2009 (D), 10. Februar 2010 (E) |
ISBN: |
978-3-8660-7867-6 (D) |
Kaufen: |
Taschenbuch (D), Taschenbuch (E) |
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Kurzinhalt:
Seit geraumer Zeit werden imperiale Außenposten von Piraten der Schwarzen Sonne überfallen und ausgeraubt. Kurz darauf wird dann wiederum den Piraten ihre Beute abgeknöpft, da sie ihrerseits von Cade Skywalker und seiner Bande überfallen werden. Und so geraden Cade Skywalker, Deliah Blue und Jariah Syn in die Schusslinie sowohl des Imperiums – das Gunner Yage, seine Halbschwester, losschickt – als auch der Schwarzen Sonne. Um wichtige Reparaturen vorzunehmen, versteckt sich die Crew der Mynock auf einem unwichtigen, abgelegenen Planeten in den Randgebieten, der, so könnte man sagen, wenn es in der Mitte der Galaxis ein helles Zentrum gibt, am weitesten von diesem entfernt ist: Tatooine. Dort wird Cade Skywalker nicht nur mit Gunner Yage, seiner Mutter Morrigan Corde sowie drei von der Schwarzen Sonne beauftragten Kopfgeldjägern konfrontiert, sondern auch dem Geist seines Urgroßvaters, Luke Skywalker…
Review:
Der beste Teil des Comics ist ganz klar der Mittelteil der fünf hier versammelten Einzelbände. Dort verschlägt es Cade Skywalker nämlich zu einer uns wohlbekannten Feuchtfarm, wo er auch mit dem Geist von Luke Skywalker konfrontiert wird, der ihn davor warnt, dass er sich nun schon seit geraumer Zeit auf dem Pfad der dunklen Seite befindet, und dies seine möglicherweise letzte Chance ist, sich von diesem ab- und dem Licht zuzuwenden. All dies kumuliert dann schließlich in einem Kampf; oftmals wirken solche auf mich doch eher wie ein Gimmick, in diesem Fall hat es für mich aber funktioniert; nicht zuletzt, als es für mich irgendwie das Duell zwischen Luke Skywalker und Darth Vader auf dem Todesstern widerspiegelte – wo Luke ebenfalls kurz dabei war, seinem Hass gegenüber seinem Vater nachzugeben und der dunklen Seite zu verfallen. Der Rest des Comics war zwar eh auch ok, kam jedoch an diesen Höhepunkt sowohl davor als auch danach nicht heran. Am besten gefiel mir noch alles rund um die Kopfgeldjäger, insbesondere die beiden Anzati. Von denen haben wir innerhalb des Legends-Universums vergleichsweise wenig gesehen, ich fand sie allerdings, seitdem sie (meines Wissens in der Kurzgeschichtensammlung "Sturm über Tatooine") zum ersten Mal näher vorgestellt wurden, schon immer sehr interessant. Wirklich spannend war das Geschehen allerdings nicht, und vor allem die ewigen Familiengeschichten, die sich ja irgendwie durch "Star Wars" zieht, und wo man es teilweise langsam doch zu übertreiben droht (siehe Cades Halbschwester), haben sich mittlerweile doch ordentlich abgenutzt. Neben den vier Bänden rund um Cades Abenteuer auf Tatooine ist dann auch noch ein Einzelband enthalten, der die Geschichte rund um die Mon Calamari weiterführt. Allerdings fand ich die Geschichte von Hondo Karr jetzt nicht unbedingt sonderlich interessant. Immer, künstlerisch ist das wieder mal alles sehr überzeugend, wobei ich vor allem die Kombination Jan Duursema und Brad Anderson sehr mag. Wer die "Legacy"-Reihe bisher mochte, kann jedenfalls auch hier wieder bedenkenlos zuschlagen.
Fazit:
Das Highlight von "Tatooine" war für mich Cade Besuch einer uns wohlbekannten Feuchtfarm, die dann auch zu einem Wiedersehen – und kurzen Duell – mit Luke Skywalker führte. Der Rest der vier "Tatooine"-Bände war grundsätzlich auch ok, wobei mir vor allem gefiel, dass wir hier wieder einmal ein paar Anzati zu Gesicht bekamen. Dass ständig alle miteinander verwandt sind, droht aber langsam aber sicher doch ein bisschen zur Selbstparodie zu verkommen, und die Nebenhandlungen rund um die Sith oder auch Daliah Blue fand ich nur bedingt interessant. Und auch der fünfte, eigenständige, der hier versammelten Comicbände fiel im direkten Vergleich zu den anderen doch etwas ab. Insgesamt wird die "Legacy"-Reihe mit "Tatooine" aber wieder solide fortgeführt.
Bewertung:
3.5/5 Punkten
Christian Siegel
Coverbild © 2009 Panini Comics
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