Mit: Matthias Schweighöfer, Alexandra Maria Lara, Detlev Buck, Maximilian Brückner, Denis Moschitto, Max von Thun, Max Giermann u.a.
Gewinnspiel:
Bis zum 13. Januar 2012 habt ihr bei unserem Forenpartner Spacepub.net die Gelegenheit, eins von drei Fanpaketen zum Film, bestehend aus jeweils einem Poster, Longsleeve, Soundtrack und einer EC-Kartenhülle mit Wackelbild zu gewinnen. Die Gewinnspielfragen sowie die Teilnahmebedingungen findet ihr hier -> Rubbeldiekatz - Gewinnspiel.
Kurzinhalt:
Alexander ist erfolgloser Schauspieler in einem Hinterhoftheater und schlägt sich mit schlecht bezahlten Nebenrollen durch, die er von seinem Bruder und Manager Jürgen organisiert kriegt. Eines Tages bekommt er aber die Chance in einer großen amerikanischen Produktion über Nazis mitzuspielen. Leider haben die Produzenten des Films nur auf Alexanders Webseite geguckt, wo er in Frauenklamotten abgebildet ist und so gilt die Einladung zum Casting für eine Alexandra. Doch Alexander und seine Brüder brauchen das Geld. Anstatt den Irrtum aufzudecken, nimmt er die Einladung an und schlüpft in die Rolle der Alexandra…
Review:
Mit deutschen Komödien tut man sich ja oftmals schwer, zumal wenn einem allzu oft solche Paradebeispiele an unlustigen Produktionen wie vor Kurzem erst "Kein Sex ist auch keine Lösung" vorgesetzt werden. Mit "RubbeldieKatz" bringt Regisseur Detlev Buck zusammen mit Drehbuchautorin Anika Decker, die auch schon für "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" verantwortlich zeichnete, hier allerdings eine Ausnahme in die Kinos, die den Zuschauer mit den deutschen Komödien wieder halbwegs versöhnen sollte. Die Story an sich ist schnell erklärt und auch nichts wirklich Neues. Mann verkleidet sich als Frau und erlebt alle möglichen, unmöglichen und lustigen Sachen und verliebt sich oft noch als Frau verkleidet in eine andere Frau. Zum Ende hin fliegt der Schwindel auf und irgendwie landet man dann doch beim Happy End, meistens zumindest. Das Prinzip kennt man spätestens seit 1963, als der Film "Charleys Tante" in den Lichtspielhäusern anlief, in welchem sich Peter Alexander als Frau gab.
Nichtsdestotrotz versteht es "RubbeldieKatz" trotz fehlender Überraschungen den Zuschauer die meiste Zeit über zu unterhalten. In dem Film trifft Alexander (Matthias Schweighöfer) auf die Schauspielerin Sarah (Alexandra Maria Lara), die zufällig ebenfalls in dem Film mitspielt für den Alexander erfolgreich vorgesprochen hat und damit diese ihn nicht anschwärzt, spielt er ihr gegenüber ebenfalls die Alexandra und wird zu ihrer besten Freundin. Diese Konstellation als Ausgangspunkt nehmend hangelt sich der Film von einer unterhaltenden Situation zur nächsten. Sei es, dass Alexandra von Hitlerdarsteller Jörg, switchartig gespielt von Max Giermann, angegraben wird oder der Regisseur des amerikanischen Filmes begeistert ist, von ihrer amazonenhaften, nordischen Art und direkt einen weiteren Streifen mit ihr/ihm in der Hauptrolle drehen möchte. Dazu kommen noch persiflierte Naziklischees, sowie die nebenbei eingeflochtenen, teilweise recht skurrilen Nebenstränge von Alexanders Brüdern (Detlev Buck und Maximilian Brückner) und seinem besten Freund Jan (Denis Moschitto), mit denen er in einer Vierer-WG wohnt. So bieder die Hauptstory zwischen Alexandra und Sarah daherkommt, so ungewöhnlich und unterhaltend sind die kleinen Einfälle, mit denen das Handeln der Nebencharaktere erzählt wird. Wenn die Brüder beispielsweise im tiefsten Winter im Park grillen und am späten Abend im Vollsuff in den Büschen auf recht merkwürdig anmutende Gestalten treffen, dann wundert man sich schon ein wenig, wie Buck ausgerechnet darauf gekommen ist. Einzig das Ende hätte man kürzer halten können, da sich das "kriegen sie sich oder nicht" eine gefühlte Ewigkeit hinzieht und man dann doch irgendwie zufrieden ist, dass die 108 Minuten vorbei sind.
Fazit:
Wer mal wieder eine amüsante deutsche Komödie sehen möchte, der sollte sich "Rubbeldiekatz" definitiv nicht entgehen lassen. Detlev Buck hat auch hier wieder einen ordentlichen Film abgeliefert, der durch seine überspitzt dargestellten Charaktere und teilweise absurden Einfälle glänzt, zum Ende hin jedoch in nicht enden wollendes Geschwurbel abdriftet, das man sicherlich auch kürzer hätte abhandeln können.